
Während unserer kleinen Ausflüge ins Leipziger Leben hier haben wir uns nicht nur über Musik in der DDR sonder auch - natürlich - über Autos in dieser Zeit unterhalten. Über Trabants, Wartezeiten und leere Autobahnen.
Und trotz meiner
musikalisch ungebildeten Kindheit (die sicherlich nicht nur auf die DDR zurückzuführen ist) habe ich durchaus einige andere Dinge mitbekommen ;-) Eben auch Autos. Denn an einer Sache hatten meine Eltern durchaus zu knappern: Es gab Autos in denen sie auf Fahrten aller 10 Kilometer anzuhalten hatten, da ihrem Sohn schlecht wurde. Beispielsweise in einem
Moskwitsch. Gegen den schlecht gefederten
Trabant hingegen hatte mein Innenohr nichts einzuwenden.
Während nun nach der Wiedervereinigung die Ost-Deutschen Autobauer bis auf
Multicar alle verschwanden, hielt sich der russische Autokonzern AVTOVAZd trotz Umbruch erfolgreich auf den Beinen und ist damals wie heute Russlands und Osteuropas größter Autobauer.
Sein LADA prägte nicht nur in der DDR das Straßenbild erheblich mit. Auf der AMI stellt LADA neben seinen aktuellen Modellen (nun, eigentlich ist es nur eines und der altgediente Geländewagen) auch das Erfolgsmodell 2101 aus. Der auf Basis des FIAT 124 entwickelte LADA 2101 lief zwischen 1970 und 1984 2,7 Millionen mal vom Band und wurde an den gesamten Ostblock geliefert. Ich erinnere mich daran, dass neben meiner Schwester auch meine Elteren einen LADA kurz ihr eigen nannten. Ob mein Innenohr auch dieses russische Auto ablehnte kann ich indes nicht mehr sagen ...